Erfahrungsberichte ab 2021

Januar 2021

Hallo ihr Lieben 🙂 

Mein Name ist Chiara und ich bin 20 Jahre alt. Ich hatte  bereits seit 2017 mit unzähligen MandelentzĂźndungen zu kämpfen, bis ich 2018 an der Nase operiert wurde. Danach ging es tatsächlich bergauf, ich bekam wieder Luft und hatte kaum noch MandelentzĂźndungen. Leider blieb es nur etwa 2 Jahre so, denn 2020 bekam ich die Diagnose: Chronische Tonsillitis. Also wurde ich am 23.06.2020 operiert. Eins vorab – ich habe panische Angst vor Spritzen, Blut abnehmen, etc. Auch muss ich sagen, dass mir diese Erfahrungsberichte hier auf der einen Seite echt Angst gemacht haben, aber auf der anderen Seite auch Mut. 
Nun ja, dann fang ich mal an zu erzählen. Ich wurde am 22.06., also einen Tag vor der OP, im KH aufgenommen und hatte Gespräche, Voruntersuchungen, etc. Ich habe Mittagessen und Abendessen bekommen und das war auch meine letzte Mahlzeit fĂźr 2 Tage. Am Tag der OP habe ich morgens meine Anziehsachen bekommen und wurde kurz später runter in den OP gebracht, dort war eine super liebe Schwester die mit mir eine Traumreise gemacht hat, weil ich so Panik hatte (ja ich weiß ich bin ne Memme). Dann wurde ich auch schon narkotisiert und wachte kurze Zeit später im Aufwachraum auf. Ich hatte zum GlĂźck noch keine Schmerzen, was aber nicht lange anhielt. Ich wurde hoch aufs Zimmer gefahren und habe erstmal geschlafen, was zu der Jahreszeit als ich operiert wurde kaum mĂśglich war (es waren 35 Grad im 9. Stock auf der Sonnenseite – es war der Horror). Als ich wieder etwas bei Sinnen war, fing das Erbrechen aber schon an, den ganzen Tag und auch die Schmerzen. Habe dann einen Tropf mit Wasser, einen Tropf gegen Übelkeit und einen Tropf gegen Schmerzen bekommen – alles immer abwechselnd. Essen habe ich an dem Tag gar nicht bekommen – ich hatte echt Hunger. Am nächsten Morgen gab es FrĂźhstĂźck fĂźr mich und die ersten Schmerztabletten. Ich habe durchgängig 3 mal täglich Ibuprofen 600 bekommen und einen Magenschutz. Die ersten drei oder vier Tage habe ich zusätzlich Antibiotika bekommen. Am Tag nach der OP dachte man vermutlich, ich habe sehr dolle Schmerzen, weshalb mir Tilidin verschrieben wurde. Leider habe ich das Ăźberhaupt nicht vertragen, weshalb mein FrĂźhstĂźck nicht lange drin blieb und genau zu der Zeit kam auch das Mittagessen, was ich dementsprechend nicht essen konnte und mir dann wieder weggenommen wurde 🙁
Zum Essen kann ich sagen, dass gar nicht drauf geachtet wurde, was ich esse. Also ich konnte immer von drei MenĂźs auswählen, habe also kein bestimmtes „Mandel-OP-Essen“ (z.B. Schnitzel, Bratkartoffeln) bekommen. Ich muss auch sagen, dass mir das Essen im KH sehr gut gelang. Ich habe nie lange zum Essen gebraucht und es ging immer ohne Schmerzen – darĂźber bin ich echt dankbar, wenn man hier von anderen liest, die dabei starke Schmerzen hatten. 

Meine Schmerzen wurden allerdings von Tag zu Tag schlimmer und abends bekam ich nun oft Novalgin-Tropfen, die aber bei mir nicht sonderlich geholfen haben, weshalb ich später noch eine 4. Ibu bekommen habe. Die Zeit im KH war durch die extreme Hitze echt schon schlimm und es war extrem langweilig. Ich habe viele HÜrbucher gehÜrt (sehr empfehlenswert) und auch oft Serien geschaut, wenn das Schmerzmittel wirkte. Leider durfte ich aufgrund von Corona auch nur 1 Person fßr 1 Stunde empfangen, was den Aufenthalt nicht grade schÜner machte. Also wechselten sich täglich meine Mama und mein Freund ab (diese eine Stunde war echt das Highlight am ganzen Tag) und es gab immer ein BigSandwich Eis. 

Ich wurde dienstags operiert und sonntags entlassen. Am Montag und Dienstag also am 6. und 7. Tag waren meine Schmerzen am schlimmsten. Das war auch der erste Tag wo ich kaum Essen runterbekommen habe, weil es so weh tat. Montags musste ich direkt zum Hausarzt wegen Medikamenten und einer Krankschreibung, weil sonntags arbeitet der Chefarzt ja nicht, um das Rezept zu unterschreiben🙄. 
Montagabends bekam ich dann Fieber, was immer schlimmer wurde (fast an die 40 Grad) woraufhin ich dienstags nochmals zum Hausarzt bin, der mir dann das gleiche Antibiotika verschrieb, das ich bereits im KH genommen hatte. Leider besserte sich das Fieber nur sehr langsam, donnerstags war ich bei meinem HNO-Arzt, der sagte, dass es vermutlich entzĂźndet sei, meine Wunde aber gut aussähe. Mein Arzt hat mir dann IBU 400 und Novalgin-Tropfen verschrieben – morgens IBU, vormittags Novalgin, mittags IBU, nachmittags Novalgin, abends Ibu und nachts wieder Novalgin, wobei ich nur die Ibus genommen habe, da ich die Schmerzen so aushalten konnte. Ich war dann noch eine Woche zuhause, wo die Schmerzen immer weniger wurden. Danach die Woche bin ich in den Urlaub gefahren. 

Also man kann sagen, dass es nicht schÜn ist, aber ich habe mir so so viel Stress vor der OP gemacht und dafßr ging der Schmerzgrad. Auch das Essen habe ich mir viel schlimmer vorgestellt. Ich bin echt froh, dass es bei mir so einfach und schmerzlos ging. 

Ich hab noch ein paar Gegenstände, die mir sehr geholfen haben im Krankenhaus: 

• Sirup fürs Wasser, irgendwann konnte ich stilles Wasser nicht mehr sehen (ich hatte Himbeere) 
• ein langes Ladekabel – meins reichte nur bis an die Bettkante, was echt blĂśd war. Mein Freund hat mir dann am zweiten Tag ein langes Kabel geschenkt
• MilchbrĂśtchen: hat meine Mama mir mitgebracht – ich habe morgens immer Marmelade zusätzlich bekommen, die ich dann zur Seite gelegt habe mit einem Messer und dann konnte ich das MilchbrĂśtchen wenn ich Hunger hatte mit Marmelade essen 
• Trockenshampoo 
• Hörspiele  
• großen Becher (bei uns im KH gab es nur so Mini Gläser und ich wollte nicht die ganze Zeit zum Eiswasser laufen – anderes Wasser war nicht gekĂźhlt und bei dem Wetter echt bah) 

Ich wĂźnsche allen, die die OP noch vor sich haben viel Erfolg und Gesundheit und macht euch nicht so ein Kopf – es ist nicht so schlimm, wie man denkt! 🙂 

Liebe Grüße aus Kölle:)

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht verĂśffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.