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Neueste Erfahrungsberichte – trinken trinken trinken…

von | Allgemein | 10 Kommentare

Dezember 2018 – Mandel-OP mit Ende 30

Moin moin & viele Grüße an die Leser und den Betreiber dieser Seite!
Mit Ende 30 die Mandeln entfernt zu bekommen ist ja angeblich nicht sooo einfach, daher haben mir die Infos hier sehr geholfen mich auf die OP vorzubereiten, mich überhaupt für die OP zu entscheiden und letztendlich auch die Wochen danach gut durchzustehen.
Da mir das so gut tat, möchte ich auch gerne meine Erfahrungen teilen:

Vorab: Ich hatte seit Anfang Juni (2018) im Grunde jeden Monat eine Mandelentzündung. Die erste trat nach einer initialen schweren Erkältung auf. So ging das dann jeden Folgemonat: Zwei Wochen gesund, zwei Wochen Mandelentzündung. Nach der vierten Entzündung hatte ich die Nase voll und wollte die Dinger nur noch loswerden. Meine HNO-Ärztin wollte sich zunächst an die offizielle Regelung halten (Erst nach sechs Mandelentzündungen innerhalb der letzten 12 Monate operative Entfernung), ich konnte sie dann aber überzeugen, dass vier Monate in Folge je eine Entzündung ja durchaus einen gewissen Trend erkennen lassen. Also gab sie mir eine Überweisung, mit der ich ins St. Franziskus-Krankenhaus in Köln ging, welches nur wenige Gehminuten von Zuhause entfernt liegt.
Dort erkannte der Arzt sofort, dass sie rausgehören. Ich bekam dann einen Termin Anfang November und in der Wartezeit bis dahin dann noch die Mandelentzündung Nr. 5. Ich hatte schon kurz Angst, dass sie deswegen nicht entfernt werden könnten. Der Arzt meinte aber, man würde das auch im entzündeten Status durchziehen – wenn die Entzündung nicht zu heftig wäre.

Am OP-Tag war ich morgens um 8:30 schon da, allerdings wurde ich erst 12:30 in den OP geschoben. Ich bekam die Maske auf und war recht schnell weg. Geplant war bei mir die übliche Entfernung mit dem kautieren (elektrischen veröden) der Gefäße. Allerdings musste dann während der OP rechts doch genäht werden, weil irgendein größeres Gefäß unerwartet erwischt wurde.
Als ich aufwachte, lag ich mit drei weiteren Patienten in einem Aufwachraum. So langsam kam ich zu mir und dann ging‘s auch schon bald aufs Zimmer.

Was mir übrigens direkt in den ersten Stunden nach der OP wahnsinnig gut tat, war die Anwesenheit meines Freundes, der sich ganz gut um mich kümmerte.

Zum Thema Schmerzen muss ich sagen, dass es bei mir etwas anders lief als bei den meisten Berichten hier. Bei mir waren sie von Anfang an da und da noch auf einem verhältnismäßig hohen Niveau. Hinterher erfuhr ich, dass das was mit dem oben erwähnten Vernähen der Wunde zu tun hatte.
Da ich wusste, dass essen und trinken von Anfang an wichtig sind um die Heilung zu fördern, trotz der dabei auftretenden Schmerzen, fing ich sofort an zu trinken. Später am Abend bekam ich auch gleich richtig zu essen. Das war im Grunde ein normales Abendessen: Mischbrot mit Leberwurst, Käse und Quark.
Essen und Trinken waren nicht wirklich schön; die Schmerzen beim Schlucken fühlten sich im Grunde so an wie bei einer schweren Mandelentzündung. Sie waren aber nicht so schlimm wie ich es nach der Lektüre dieser Seite erwartet hätte. Ich war mit dem Essen auch immer schon nach so 10 Minuten fertig.
Der Trick war ca. 30 Minuten vor dem Essen Schmerzmittel zu nehmen (bei mir war es jeweils eine IBU 600 und 30 Tropfen Novalgin) – vergleichsweise wenig aber machte das alles was erträglicher. Ohne Mittelchen ging es aber tatsächlich sehr schlecht.

Ab Tag zwei wurde es schon was besser mit den Schmerzen und die zwei kommenden Tage blieben schmerztechnisch auf einem ähnlichen Niveau. Die Ärzte erwarteten eine Verschlimmerung, die aber bis zur Entlassung ausblieb.
Ich habe seit der OP immer viel stilles Wasser getrunken, so ca. alle 5-10 Minuten ein paar Schlückchen. Die Ärzte hatten mir außerdem nahegelegt, Kaugummi zu kauen um die Heilung weiter zu begünstigen. Das hatte übrigens den netten Nebeneffekt, dass ich meinen Mundgeruch nicht so stark spürte, der mich wirklich nervte. Zähneputzen durfte ich dann endlich ab Tag drei.
Dank meiner Fokussierung auf das viele Trinken, regelmäßige Essen und dem Kaugummikauen schritt die Heilung auch ganz gut voran.

Ich hatte nach vielen Berichten erwartet, dass es mich ab Tag drei umhaut, aber im Grunde passierte gar nichts. Schon ab Tag zwei rannte ich durchs Krankenhaus und guckte mir Stationen an und verbrachte sonst viel Zeit vor Netflix und Co.
Ich hatte jeden Tag ein bis zwei Besuche. Manchmal ging es sehr gut, manchmal weniger. Sprechen strengt schon etwas an. Meine Besucher wussten aber was sie erwartet, so war es kein Problem, wenn ich mal nicht so lange durchhielt.
An Tag sechs wurde ich entlassen und fuhr in Begleitung meines Freundes in einem Taxi die wenigen Meter nach Hause. Da ich jetzt erst wusste was ich essen konnte (im Grunde völlig normal), hatte ich eine Einkaufsliste fertig gemacht und konnte meinen Freund ums Eck einkaufen schicken. Er war übrigens sehr froh, dass ich ihn rechtzeitig vorher gebrieft hatte und wusste worauf er sich da einlässt (dank des Kapitels „Ratschlag 1“ hier).
Jetzt Zuhause war ich mit den gleichen Schmerzmitteln wie im Krankenhaus auf mich alleine gestellt und verbrachte die folgenden Tage überwiegend mit Netflix auf der Couch.
Ich war im Grunde die ganze Zeit recht fit und fühlte mich bei weitem nicht so abgeschlagen, wie hier zu lesen war – fernab vom geschilderten Embryo-Szenario ;). Das liegt aber vielleicht auch daran, dass ich allgemein recht sportlich bin und das evtl. deswegen besser vertragen habe. Ich bin schon einen Tag später wieder selbst einkaufen gegangen, war jeden Tag ein bisschen spazieren und hatte auch jeden Tag Besuch.
Ich gab mir sehr Mühe mich nicht anzustrengen, trank keinen Kaffee und keinen Alkohol. Ich habe ab Tag drei lauwarm geduscht. Wichtig ist, nicht heiß zu duschen, kalt ist ebenso zu vermeiden.
Ein Tipp übrigens für das Haare waschen im Krankenhaus: Einfach die Haare mit dem Waschlappen nass machen, dann Haarwaschmittel auf den Kopf verreiben und dann mit dem klitschnassen Waschlappen rauswaschen. Funktioniert hervorragend, zumindest wenn man kurze Haare hat.
Zwei Tage nach der Entlassung war ich dann zum ersten Mal bei meiner HNO-Ärztin, die auch von der Heilung begeistert war. Ich bekam eine Woche später noch mal einen Kontrolltermin.
Noch mal zu den Schmerzen: Die wurden ab Tag vier etwas besser, danach aber bis Tag sieben täglich etwas schlimmer. Am achten Tag war für mich der Peak: gefühlt wirkten die Schmerzmittel nicht mehr gut und ich hielt es kaum aus – entweder versuchte ich mich durch rausgehen abzulenken oder sie weg zu schlafen. Das gelang mir auch ganz gut. Danach wurde es jeden Tag etwas besser und irgendwann, nach zwei Wochen waren sie mit nur einer IBU komplett weg.
Was mir mental in Schmerz-Momenten gut half, war das Wissen, dass sie irgendwann weg gehen und vor allem, dass ich nie wieder eine Mandelentzündung haben werde.
Dank der Naht in meinem Rachen, hielten an dieser Stelle die Schmerzen in leichter Form noch lange an, während sie ansonsten schon nach Woche zwei komplett weg waren. Mit so einer Naht hat man noch länger „Spaß“ in Form von sehr erträglichen Schmerzen. Erst nach der vierten Woche fiel der letzte Teil der Naht raus.
Ich hatte in den ersten drei Wochen schon ziemlich Angst vor Nachblutungen, vor allem, weil ich nicht noch mal ins Krankenhaus wollte.
Ich vermied bis Tag 14 mir in den Rachen zu schauen, da ich wusste, dass mich das verrückt machen würde – ich bin manchmal was hypochondrisch veranlagt ;). Und was sollte mir das auch bringen? Davon heilt es auch ja nicht besser und wenn ich Nachblutungen habe, werde ich das schon merken.
Aber – nichts passiert, alles gut verlaufen.

Unterm Strich würde ich sagen: Macht euch nicht verrückt, viele andere haben das auch durchstanden. Wer es nötig hat die Mandeln entfernen zu lassen, kennt sich mit Schmerzen eh aus, viel schlimmer als diese Mandelschmerzen war es bei mir dank der Medikamente nur kurz und wenn man die Genesung unterstützt, passiert auch nicht so viel. Klar, man kann Pech haben – allerdings ist es immer noch viel wahrscheinlicher, dass nichts passiert.
Wichtig ist, dass ihr die Schmerzmittel immer konstant nehmt, versucht zu akzeptieren, dass sie halt da sind und sie am besten nicht zu ernst nehmt. :)

 

August 2018 – Alles gar nicht so schlimm

Hallo liebe Mitoperierte,

Ich hatte vor nun 7 Tagen meine Mandeln OP (Anm.: Anfang August). Es ist nicht angenehm, aber man überlebt es.
Also Freitag Termin für die OP, natürlich total nervös gewesen. Punkt 9Uhr morgens im KH aufgelaufen und dann erfahren, dass meine OP erst um 15 Uhr ist. Also Zimmer bezogen und Unterhaltungen mit diversen Patienten geführt. Machte die Sache etwas besser, da waren teilweise echt krasse Sachen dabei, da war meine OP ein Witz dagegen. Nur mein Kopf wollte das nicht einsehen :D
Nun denn – OP kam, die „Egal-Tablette“ wirkte nicht, Herzschlag am Limit, im OP die Nadel der Narkose indizierte die selbige. Auch zuerst ohne Effekt. Narkose Arzt nahm dann eine 2te Spritze und erst dann war ich plötzlich weg. Wurde wieder wach als man mich von der Trage im OP ins Bett gehoben hat. Dort erfuhr ich, dass der Narkosearzt die 4-5 fache Dosis brauchte und man mich fragte, ob ich immer so nen Herzschlag hätte, bzw. daheim Schmerzmittel nehmen würde (nehme gar nichts). Nunja – hatte ein 2-Bett Zimmer, war ganz angenehm. Schmerzen waren mitunter unangenehm, Tabletten hatten nicht gewirkt (nicht mal die auf Opioid-Basis) also hab ich auf Zäpfchen umgestellt und damit war es echt auszuhalten. Es wurden mindestens 7 Tage veranschlagt. Aber aufgrund guter Heilung wurde ich schon nach 6 Tagen entlassen.
Als Tipp: Ich habe jeden Tag Kaugummi gekaut, das fördert die feuchten Beläge, und nehmt Ingwer-Tabletten. Es gibt seit Anfang des Jahres eine Studie die besagt, dass das die Wundheilung um 50% beschleunigt. Nun ich kann es bezeugen; bei mir hat es geklappt. Keine Blutungen, es ist Tag 7 und der Schorf ist quasi weg.

Achja ich bin 29 und hab jahrelang damit rumgemacht Mandeln so groß wie Golfbälle zu haben.

Grüße Markus

 

Juni 2018 / 1 – trinken trinken trinken

Mir wurden die Mandeln aufgrund einer chronischen Mandelentzündung mit 20 Jahren entfernt. Die OP verlief komplikationslos und schon am Abend gab es weiches Brot und Pudding. Unter Einnahme vieler Schmerzmittel hatte ich keinerlei Schmerzen und konnte von Tag zu Tag immer besser Essen. Hauptsächlich gab es gekochtes Gemüse und Brot. Täglich habe ich 3 Liter Wasser getrunken und sehr viele Eiswürfel gelutscht. Die Zeit im Krankenhaus verlief recht unspektakulär, viel bewegen will man sich von selbst auch nicht. Ich fühlte mich schlapp, aber der Kopf war klar. Am Tag 5 durfte ich das erste mal duschen und Haare waschen. Am 6. Tag wurde ich entlassen. Das einzig schmerzhafte war ab diesem Tag die neue Haut. Bei mir hatten sich links die Beläge schon gut gelöst und die neue dünne Haut war super gereizt und tat sehr weh. Aber auch dies ging nach 3 Tagen vorbei. Bereits ab Tag 8 hatte ich links gar keine Beläge mehr und rechts nur noch leichte. Ab Tag 10 ging es mir wieder richtig gut und ich konnte alles essen (säurehaltige Lebensmittel und Krusten habe ich dennoch weiterhin gemieden), habe keine Schmerztabletten mehr genommen und habe mich wieder fit gefühlt. Nachblutungen gab es keine und der Heilungsverlauf war insgesamt überraschend schnell und unkompliziert!
Der behandelnde HNO Arzt hat nach 2 Wochen auch eine sehr positive Rückmeldung gegeben und bereits ab Woche 3 moderaten Sport erlaubt. Warnungen und Erzählungen von meinen HNO Ärzten und im Krankenhaus vor riesigen Schmerzen und Nachblutungen blieben zum Glück unbegründet! Ich hoffe, diese sehr positive Erfahrung kann Ihnen etwas die Sorgen nehmen, denn ich habe vorher auch auf diesem Block viel gelesen, da ich riesen Angst vor den möglichen Nachblutungen hatte. Was ich raten würde: trinken, trinken, trinken und nicht aufs Essen verzichten, denn das verhindert dicke Wundbeläge und trägt diese nach und nach ab.

 

Juni 2018 / 2 – Alternative Methode

Hallo,
ich (40 Jahre alt) hatte am 06.06. meine Mandel-OP und hatte mich nach vorheriger, wochenlanger Internetrecherche für die Coblation Technik in Hildesheim entschieden, da dort ein Profi ist, der mit dieser Technik operiert. (Gewebeschonender, schnellere Wundheilung, weniger Schmerzen, geringeres Nachblutungsrisiko)
Ich hatte das Glück, dass dort keine extra Kosten für mich entstanden sind, da der Krankenhauschef von der Methode so begeistert ist, dass er es für den Arzt und seine Patienten angeschafft hat.
Ich reiste die 300 km einen Tag vorher an und konnte in Ruhe im KH einchecken und alle Vorgespräche führen. Hier zeigte mir die Stationsschwester auch direkt, wo ich massenhaft Kühlpacks für eine Eiskrawatte finde und den mit Wassereis randgefüllten Gefrierschrank.

Am nächsten Tag wurde ich gegen 10 Uhr abgeholt und in den OP gebracht. Die Narkose war eine leichte (da die OP nicht länger als 10-15 min dauert) und dementsprechend war ich ratz fatz gegen 10:30 Uhr schon wieder wach und es ging mir super. Schmerzen gleich null.
Da ich diese Seite mehr als einmal gelesen hatte, wusste ich, dass das nichts heißt, und die Schmerzen noch kommen werden.
Also wartete ich…. Tag 1 und 2 nichts, die Schwestern fragten morgens immer nach der Schmerzskala 0-10 und ich lag bei 1.
Am Tag 3 kam die Schwester morgens rein und verkündete mir, dass sich ab heute Ohrenschmerzen hinzugesellen. Da ich ja durch diese Seite bestens aufgeklärt war, wusste ich schon, was kommen kann. Also wartete ich wieder…. es kam nichts, weder Wundschmerzen, noch Ohrenschmerzen.
Ich lag auf der Schmerzskala immer noch bei 1.
Der Arzt (der mich auch operiert hat) besuchte mich natürlich jeden Tag -auch am Wochenende- und verkündete mir ebenfalls am Tag 3, dass die „Hardcore-Tage“ 4. bis 8. Tag ab morgen anfangen. Also bereitete ich mich wieder mental auf das Schlimmste vor und …. es kam wieder nichts. An keinem einzigen Tag. Ich lag durchgehend auf der Schmerzskala bei 1.
Bei der Technik wird man normalerweise nach dem 4. Tag entlassen, aber da ich von weiter weg kam durfte ich -vorsichtshalber- 7 Tage bleiben.
Am 8 Tag wurde ich dann entlassen und was soll ich sagen, die Schmerzen kamen auch zu Hause nicht! Am 10. Tag habe ich dann die Medikamente weggelassen und wollte sehen wie es ohne geht. Es klappte super, auch da kamen die Schmerzen nicht.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich unheimliches Glück hatte von einem Profi mit der schonenden Technik operiert zu werden, keine Schmerzen und eine schnelle Wundheilung gehabt zu haben.

Schmerztabletten hatte ich natürlich bekommen 3x Ibuprofen und 3x Novalgin. (Die reichten völlig aus)

Ich habe vom 1. Tag an alles gegessen, was mir vorgesetzt wurde -egal ob es schmeckte oder nicht- aber essen ist für die Wundheilung das A und O, und natürlich viel trinken. Ich habe auch sehr zügig und normal gegessen und war nach 5-10 min immer schon durch. Wassereis habe ich mir stündlich geholt, was bei den heißen Temperaturen in der Woche einfach himmlisch war.

Heute bin ich bei Tag 21 und kann wieder am normalen Leben teilnehmen 😀
Nachblutungen hatte ich keine und obwohl ich mega mäßig Angst hatte, würde ich es immer wieder machen lassen und kann es jedem nur empfehlen!

 

April 2018 – ein Spaziergang…

– Tonsillektomie mit kalter Dissektion
– kein Kauterisieren, dafür viel vernäht
– vom OP-Tag an alles gegessen, was sich zu Brei verarbeiten ließ
– mit Diclac Dispense kaum Schmerzen
– 2-3 l Sprudel täglich
Entlassung an Tag 6 post OP, Wunden verheilt, keine Wundbeläge mehr
– für mich sehr wohl ein Spaziergang, nur halt etwas schmerzhaft

Ich hab mich im Vorfeld lange umgeschaut, recherchiert etc., auch meine mentale Vor- und Nachbereitung dürfte mir geholfen haben. Heute, an Tag 9 habe ich nur noch eine 400er Ibu genommen. Von 4 Diclac auf 3, dann 1, dann Ibu.

 

Juli 2019 – Schokolade als Übeltäter?

Hallo Herr Brechtel,

ich habe Ihre Seite als sehr hilfreich empfunden. Vielen Dank für die wirklich tolle Datensammlung mit Erfahrungswerten.🙂
Ich bin leider erst auf die Seite gestoßen als ich gestern nach Dingen gesucht habe die man darf und eher nicht darf . Vor allem beim Thema Essen.

Mir ist beim Lesen etwas aufgefallen zum Thema Essen: Mein HNO hat mir am Montag gesagt, dass die 2. Woche nach der OP mit dem höchsten Nachblutungsrisiko verbunden ist und auch mit den stärksten Schmerzen (ich selbst nehme momentan Tramadolor und Diclo).
Auch wenn es verführerisch ist, sollte man von allen Lebensmitteln, die mit Schokolade zu tun haben (also auch Nutella etc.) Abstand nehmen, da in diesen Produkten 3 Inhaltsstoffe enthalten sind, die das Nachblutungsrisiko nachweislich erhöhen. Ich selbst habe im Krankenhaus Schokopudding bekommen und mich dann gewundert, dass ich nachts Blut gespuckt habe (zum Glück musste nichts nachbehandelt werden).

Ich selbst befinde mich heute an Tag 10 nach der OP und es wird langsam aber sicher besser. Zum Glück ist auch ein Großteil der super riechenden Beläge mittlerweile Geschichte 😊

Nochmals vielen Dank für diesen Erfahrungsbericht. Ich denke er nimmt vielen Menschen ein wenig die Angst und gibt einen Leitfaden, den man von Krankenhaus und Ärzten leider viel zu selten erhält, obwohl dieser das Risiko von Komplikationen sicher noch viel weiter senken könnte und auch die Genesung vorantreibt 🙂

Liebe Grüße

 

August 2019 – diverse (neue) Tipps

Lieber Herr Brechtel,

danke für Ihre Seite. Ich habe sie bei meiner Recherche zur Mandelentfernung gefunden und sie hat mir sehr weitergeholfen! Ich habe mir meine Mandeln vor etwa fünf Wochen entfernen lassen und denke, meine Geschichte ist vielleicht auch für andere von Interesse. Ich bin 36 und hatte immer etwa ein bis zwei Mal im Jahr vereiterte Mandelentzündung. Seit 2014 hatte ich gar nichts mehr und dachte, es ist für immer vorbei. Aber im letzten Jahr ging es dann richtig los: Sechs vereiterte Mandelentzündungen innerhalb von nicht mal acht Monaten. Und es wurde mit jedem Mal schlimmer vereitert. Ich habe mich dann beim HNO beraten lassen und er hat sich meine Mandeln angeschaut, die total vernarbt und zerklüftet waren. Ich habe mich dann für die Operation entschieden und es bis jetzt nicht bereut. Die Schmerzen sind unangenehm, aber wer ständig Mandelentzündungen hat, der kennt sie schon. Sie sind echt ähnlich, nur dass sie teilweise bis in die Ohren und in die Zähne ziehen.
Ich kann nur empfehlen, alle Schmerzmittel einfach einzunehmen, die einem angeboten werden und sich nicht zu quälen. Das macht es wirklich leichter! Und es sind ja nur um die zwei Wochen. Ich habe so nach etwa zehn Tagen die Schmerzmittel etwas reduziert und nach etwas mehr als zwei Wochen nur noch eine Schmerztablette zum Schlafen genommen. Ich habe die ersten zehn Tage gedacht, es wird nie besser, und dann wurde es irgendwann schlagartig besser. Beim Schlucken merkt man es jetzt noch ganz wenig.

Ich hatte tatsächlich auch zwei Nachblutungen. Die erste kam als ich schlief, da bin ich aber sofort von aufgewacht, weil man beim Schlucken merkt, dass etwas nicht stimmt. Da habe ich einen Krankenwagen gerufen, weil es mitten in der Nacht war. Bis ich in der Klinik war, hatte es von selbst aufgehört. Ich bin nach zwei Nächten wieder entlassen worden, aber dann gab es abends wieder eine kleine Nachblutung. Da habe ich mich dann in die Klinik fahren lassen, der Arzt hat ein kleines Koagel/ Blutgerinnsel in Wundnähe identifiziert und abgesaugt. Das oder Schorf, der sich von der Wunde abgelöst hat, war wohl die Ursache. Beide Male hat es schon so geblutet, dass ich es abgeklärt haben wollte, aber nicht „sturzbachartig“. Ich war dann trotzdem insgesamt 14 Tage in der Klinik, die letzten Tage zur Überwachung.

Ach ja, noch zum Thema Essen und Trinken: Stilles Wasser, kalter Kamillentee. Essen schmeckte mir alles nicht, es hat alles nach diesem Wundschorf geschmeckt und tut es teilweise heute noch. Aber was gut geht ist Brioche, Weißbrot. Püriertes. Später Kartoffeln, Gnocci, Nudeln. Alles eher lauwarm bis kalt.
Meine Tipps: Trockenshampoo! Ist zwar irgendwie eklig-chemisch, aber wirkt Wunder, wenn man erstmal keine Haare waschen darf!
Eis lutschen, und zwar ganz einfache Eiswürfel. Das kühlt schön, und ich hatte Vanille- und Schokoladeneis irgendwann wirklich über. Hörbücher und Podcasts haben mir sehr geholfen in den ersten Tagen nach der Operation. Auf jeden Fall drei Wochen krankschreiben lassen und das auch einplanen. Ich hatte vor, in der dritten Woche wieder voll zu arbeiten, das ging aber gar nicht. Ich hab das Ganze etwas unterschätzt :-) Nach vier Wochen habe ich wieder leichten Sport gemacht.

Es war kein Spaziergang, aber es war trotzdem auch lange nicht so schlimm, wie ich erwartet hatte. Ich hab mich in dem Krankenhaus auch sehr wohlgefühlt und hatte ein nettes Ärzte- und Pflegerteam. Das hat es auch leichter gemacht! Und ansonsten: Nerven nicht verlieren, es wird auf jeden Fall besser. Und das Beste: Nie wieder Mandelentzündung!!!

Kurzes Fazit nach 2 Jahren

von | Allgemein | 2 Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

vor etwa 2 Jahren ging www.mandel-entfernung.de online – Zeit ein kurzes Fazit zu ziehen.
Ich freue mich riesig, dass inzwischen fast 400.000 Zugriffe auf die Seite erfolgt sind und hege die Hoffnung, dass die Seite damit ihren Zweck erfüllt: nutzbringend, anschaulich und gesamthaft über die Tonsillektomie zu informieren. Offen gesagt bin ich auch ein bisschen stolz, dass die Seite ohne jede Geldzahlung bei einer Google-Suche weit oben auf der ersten Trefferseite auftaucht.

Durch die Rückmeldungen über das Kontaktformular habe ich die Seite inhaltlich Stück für Stück weiterentwickeln können. Es hat sich über die Monate gezeigt, dass die Beschreibungen offenbar ganz gut passen, denn nur höchst selten kam die Rückmeldung, dass der Verlauf ein völlig anderer als beschrieben war. Feinjustierungen und Ergänzungen habe ich dabei in unregelmäßigen Abständen vorgenommen.

Die eingehenden Emails versuche ich wöchentlich zu beantworten, was leider nicht immer gelingt. Über die Rückmeldungen freue ich mich natürlich dennoch. Genauso wie über die beiden Spenden in Höhe von 10,- und 5,- Euro, die seitdem zum Unterhalt der Seite eingegangen sind. Nochmals herzlichen Dank an die Spender, deren Namen ich leider nicht kenne. Nun war es nie meine Absicht mit der Seite Geld zu verdienen. Dass die laufenden Kosten von rund 100,- pro Jahr nicht annähernd erreicht werden, überrascht mich angesichts der hohen Zugriffszahlen dennoch ein wenig. Die positiven Rückmeldungen bestätigen mich jedenfalls, dass „Kostet nix – ist nix“ nicht zutrifft.

Ich bin gespannt, wann die Seite die halbe Million knackt und welche Rückmeldungen mich in den nächsten Monaten noch erreichen. Ich empfehle neben den festen Seiten ausdrücklich jedem die Beiträge der Kommentar-Rubrik als Ergänzung. Hier finden sich Erfahrungsberichte anderer Leser, die meine Seiten sehr anschaulich ergänzen.
Weiterhin viel Freunde bei der Lektüre der Kapitel und allen, die ihre OP noch vor sich haben, alles Gute.
Mein eindeutiges Fazit nach 2 Jahren www.mandel-operation.de: Sie schaffen das wie viele viele andere vor Ihnen auch schon.

Ihr

Christian Brechtel

Neue Erfahrungsberichte

von | Allgemein | 18 Kommentare

Alle Erfahrungsberichte kommen direkt von Leserinnen und Lesern der Seite und sollen meine Sicht ergänzen. Ich stelle in unregelmäßigen Abständen die Rückmeldungen aus dem Kontaktformular online, weshalb ich mich über weitere Einsendungen freue. Viel Spaß bei der Lektüre :-)

Weitere Erfahrungsberichte sind hier zu finden.

 

Erfahrungsbericht 1:

Vielen Dank für Ihre aufklärende Seite, die mir die Angst vor der Operation nahm.  Zunächst wollte ich nicht „Doktor Google“ bemühen, aber ich fühlte mich, wie auch Sie,  unvorbereitet und die Aussagen von anderen Krankenhauserfahrenden empfand ich eher als „stell‘ dich nicht so an“. Dank Ihren Schilderungen weiß ich, was es mit den Nachblutungen auf sich hat, was ich vorbereiten kann, und worauf ich sonst zu achten habe.  Es gibt nichts Schlimmeres als nicht mal erahnen zu können, worauf man sich einlässt. Tatsächlich wird der Begriff der Nachblutung nur in den Raum geworfen und nicht viel dazu gesagt. Generell wird sehr viel allgemein gehalten.

Gerne schildere ich Ihnen meine Erfahrung als Frau und Mutter:

Im Grunde war es in etwa so ähnlich wie von Ihnen geschildert, nur bei mir hat man im Krankenhaus darauf bestanden keine Schonkost (die harten Brotkrusten musste ich unbedingt essen) und vor allem nicht zu gründlich zu kauen. Das war bei mir anscheinend genau richtig. Ich hatte keine Probleme mit Blutungen oder so etwas in der Richtung. Die Kruste war schnell weg und es ist alles optimal geheilt und ich habe keine Probleme gehabt, trotz husten, Erkältung und ab und zu fest hängenden Tabletten. Ich hatte nur in der zweiten Woche sehr starke Schmerzen trotz Schmerzmitteln, aber das musste ich aushalten, weil eine höhere Dosierung zum Pulsaussetzen geführt hätte. In dieser  Zeit waren die Eiskrawatten sehr, sehr hilfreich. Zudem hatte ich in den vier Wochen eine belegte Stimme vom Intubieren und noch öfters ein Überlaufen der Nase, wenn ich große Schlucke getrunken habe. Und das mit den Haaren war mir in den drei Wochen herzlich egal. Das allgemeine Schwächegefühl hatte ich allerdings keinen Tag, mir ging es nach der Operation bereits sehr gut. Insgesamt war das Schwierigste sich zu auszuruhen, weil das mit einem Kleinkind zu Hause kaum möglich ist.

Heute, drei Monate danach, gehts mir gut und ich habe auch kein Problem mit dem Verschlucken oder merke irgendetwas davon. Und ich persönlich würde eine Chefarztbehandlung empfehlen, wenn dieser noch praktiziert. Bei mir war er eine „Koryphäe“ auf diesem Gebiet und das Operationsergebnis wurde ausgiebig gelobt.

 

Erfahrungsbericht 2:

Eines vorweg: Danke für die von Ihnen erstellte Homepage! Sie war und ist eine große erste Hilfe nach meiner Mandel-OP.

Ich bin Ende 30 und somit war wahrscheinlich das Schmerzempfinden bei mir in den ersten zwei Wochen relativ hoch im Vergleich zu meinen Zimmergenossinnen im Alter von 23 bzw. 26: ich habe bis zum 12. Tag  Schmerzmittel genommen, auch wenn die letzten zwei Tage „nur“ noch zwei Mal täglich (v.a. abends) 600 Iboprofen.
Danach war ich stolz, endlich im „Club der Schmerzmittelfreien“ angekommen zu sein.
Heute ist der 20. Tag und es ist immer noch so, dass ich abends beim Schlucken und nach vielem Reden einen Kloß spüre bzw. noch leichte Schmerzen an den Seiten gern bekomme. Zudem geht das Gähnen nur sehr beschränkt, was ein Fortschritt ist. Ein Gähnen war die ersten 2 Wochen aufgrund der Schmerzen absolut nicht möglich.

 

Erfahrungsbericht 3:

Ich habe meine Mandeln vergangenen Donnerstag entfernt bekommen und wurde bereits am Sonntag entlassen.
Die Schmerzen verhalten sich so, wie Sie es beschrieben haben. Manchmal nur gering, aber oft auch sehr stark und ohne Schmerzmittel kaum zu ertragen.

Was mir noch gefallen würde, wäre eine Auflistung was man so als Medikation bekommt, da ich immer sehr skeptisch gegenüber Medikamenten bin und gerne vergleiche was andere Patienten für Medikamente bekommen haben.

Diese habe ich bekommen:

4 * am Tag Schmerzmittel: Voltaren Dispers 46,5mg Wirkstoff Diclofenac
2 * am Tag einen „Magenschoner“: Omeprazol
Morgends und Abends ein Antibiotikum: Metronidazol 400mg
(Die Einnahme von Antibiotika ist wohl optional wurde mir gesagt, beugt jedoch Entzündungen vor. Auch hätte man dann nich so starken Mundgeruch, wie oft im Internet von anderen Patienten beschrieben)

Die Höchstdosis an Diclofenac ist laut Beipack auf 150mg begrenzt. Sowohl im Krankenhaus als auch mein Artzt hat mir die Einnahme von maximal 4 Tabletten empfohlen. Sollte die Dosis immer noch nicht ausreichen, könnte ich ein anderens Schmerzmittel nehmen: Novaminsulfon (Ibuprofen sei ungeeignet).

Vielen Dank für diese sehr informative, sehr verständlich geschriebene Seite!

 

Erfahrungsbericht 4:

Guten Abend, ich habe Ihren Erfahrungen sehr aufmerksam gelesen und mir diverse Tipps geholt. So bin ich dann letzte Woche Dienstag ins Krankenhaus und habe mir die Mandeln entfernen lassen. Heute an Tag 10 nach der OP ist ein erstes Resümee möglich. Mein persönlicher „Schmerzverlauf“ war etwas anders. Bereits an Tag 2 gesellten sich zu den Halsschmerzen auch erstmals Ohrenschmerzen. Beides nahm an Tag 3 mächtig zu und erschwerten bis einschließlich Tag 6 jedes essen, trinken und sprechen. Eine spürbare Besserung stellte sich erst mit Tag 8 ein. Leider habe ich einen Teil der Schmerzmittel nicht gut vertragen, habe es jedoch auch versäumt, noch eindringlicher nach Magenmitteln zu verlangen. Hier ist einfach energisches Nachfragen wichtig, um seinen persönlichen Weg zu finden. Dennoch habe ich von Tag 0 an versucht zu essen und möglichst viel zu trinken. Beides hat sehr zum Heilungsprozess beigetragen. Zum Thema Hygiene ist meine Erfahrung, dass man ruhig von Anfang an Zähne putzen kann. Ich habe es getan, mit besonderer Vorsicht natürlich, und es hat gut funktioniert. Auch war ich an Tag 8 beim Friseur-auch ohne Komplikationen…
Vielen Dank noch einmal für Ihre sehr hilfreiche Seite!

 

Erfahrungbericht 5: 

Ich habe alle Erfahrungsberichte gelesen und finde es schon fast beängstigend wie viele Parallelen sich auftun.

Ich habe ziemlich genau eine Woche geschafft, seit dem die Mandeln raus sind. Meine Zunge und mein Zäpfchen sind extrem geschwollen von der OP. Mein Zäpfchen war so angeschwollen, dass es dauerhaft meine Zunge berührte. Wie man sich vorstellen kann, ist das äußerst unangenehm, weil man einen ständigen Hustenreiz hat. War deine Zunge nicht geschwollen? Da ich darüber nichts gelesen habe. Ich hoffe das sich dass bald normalisiert. Da sie so dick ist, dass sie eigentlich nicht in meinen Unterkiefer passt und man beim Herausstrecken die Zahnabdrücke sieht. Ich hoffe einfach, dass ich es bald überstanden habe.

Die Seite ist super. Hätte ich schon vorher finden und lesen sollen. Die Übersicht der Speisen gefällt mir auch besonders gut.

 

Erfahrungbericht 6:

Ich möchte mich als Erstes für Ihre Seite herzlich bedanken,  die mir Mut und etwas Sicherheit gibt, und auch meine Angst ein wenig dämpft.
Ich stand vor der Entscheidung OP ja oder nein und hatte mich für ein NEIN entschlossen (meine Angst war größer, bin über 5o und hörte je älter, um so grösser die Komplikationen).
Mandelentzündungen hatte ich schon öfters. Es lagen aber immer wieder ein paar Jahre dazwischen, nur seit 2 Jahren bekomme ich sie regelmäßig 1 x im Jahr und nun erfolgte die Schlimmste die ich je hatte, so dass ich zur Notaufnahme musste und mir dort eine „Spaltung“ (Abszess wird aufgeschnitten und mit Eisenzange Inhalt ausgequetscht und dies alles nur unter örtlicher Betäubung) unterziehen musste. Das waren die schlimmsten Schmerzen meines Lebens. Ich lag darauf 6 Tage stationär (zum ersten Mal in meinem Leben).
Nach 3-wöchiger Einnahme von Antibiotika bekam ich alles wieder in den Griff (die Angst vor den Schmerzen blieb), fühlte mich auch wieder fit und konnte (endlich) wieder arbeiten gehen. Genau 1 Woche später bekam ich die nächste Entzündung.
Diesmal ohne langem Warten fuhr ich direkt in HNO, wo ich wieder mit Antibiotika „beglückt“ :-) wurde. Zu einer Wiederholung einer Spaltung kam es Gott sei Dank dadurch nicht. Der Arzt riet mir aber ausdrücklich, doch endlich die Mandeln entfernen zu lassen.
Meine größte Angst sind die Schmerzen und die evtl. entstehende Nachblutung (aufgrund meines Alters) aber nicht die Vollnarkose oder der Krankenhausaufenthalt etc. Ich werde mich operieren lassen, deshalb bereite ich mich schon mal via Internet etwas vor. Dank Ihrer Webseite fühle ich mich nun sicherer was meine Angst betrifft und stehe oder sitze :-) dem Arzt auch nicht mehr ganz so kopflos gegenüber.
Nochmals vielen lieben Dank!!
Bitte halten Sie diese Seite für Ängstliche Menschen wie mich offen!!!!

 

Erfahrungsbericht 7:

Ich hätte Ihre Seite definitiv schon früher lesen sollen. Die ganzen Informationen, die Sie zusammengetragen haben, findet man in der Richtigkeit in keinem anderen Portal (oder gar beim Arzt).
Ich habe vor 6 Tagen meine Mandeln entfernt bekommen und sitze nun heute Abend, am Entlassungstag auf meinem Bett und kann wie so oft nicht einschlafen. Insgesamt erkenne ich mich in Ihren Artikeln wieder, allerdings habe ich auch ein paar andere Erfahrungen gemacht, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.

1. Ich bekam vorher kein Beruhigungsmittel, was mich sehr verwirrte, da meine Zimmernachbarin eines bekam und es mir auch versprochen wurde. Pech gehabt ;-)
2. Meine Narkose wurde durch das Präparat Fentanyl eingeleitet, wodurch ich schon eine mäßige Übelkeit empfand.
3. Bereits im Aufwachraum brauchte ich zweimal eine weitere Dosis Schmerzmittel, beim ersten Mal war es Pethidin (starker Hustenanfall und wiederholt Übelkeit), beim nächsten Mal direkt 1g Novalgin. Ich kann nur sagen, es ist nicht gut, wenn man aus dem medizinischen Bereich kommt und seine Vitalwerte analysieren kann und sich somit selbst überwacht ;-)
4. Die Übelkeit rächt sich und ein paar Stunden später am Abend musste ich mich mehrmals übergeben, an Essen war nicht zu denken. Nach meinem ersten (begleiteten) Toilettengang musste ich mich eine geschlagene Stunde ausruhen! Ich bin dann in einen ruhigen Schlaf gefallen.
5. An Tag 1 und 2 nach der OP ging es mir erstaunlich gut, ich war richtig stolz auf mich, ein ganzes Toast zu schaffen! Über die Zeit wollen wir jetzt mal nicht reden, schließlich zählen ja die Ergebnisse, nicht wahr?
6. Wie von Ihnen bereits geschrieben ging es ab Tag 3 bergab. Ich schaffte morgens wie abends lediglich ein halbes Toast mehr und fühlte mich richtig schlapp und k.o.. Ich war sehr dankbar, dass mein Besuch dafür Verständnis hatte und schnell wieder weg war. Ich blieb fast die ganze Zeit im Bett und auch die Gespräche zu meiner Zimmernachbarin gestalteten sich immer kürzer, meist redeten wir erst zum Mittagessen wieder. Die Ohrenschmerzen setzten zudem mit einer Heftigkeit ein, von der ich geschockt war/bin.
7. Heute, am fünften Tag nach der OP sind die Halsschmerzen immer noch sehr schlimm, wechseln sich aber von der Stärke mit den Ohrenschmerzen ab. Ich habe Novalgin und Voltaren verschrieben bekommen und bin sehr froh, dass ich noch Ibuprofen zuhause habe. Ich scheue mich nicht mehr davor, sie einzunehmen, bevor mir wieder eine durch Schmerzen bereitete schlaflose Nacht bevorsteht.
8. Ich durfte direkt ab Tag 1 normal duschen und Zähne putzen! Natürlich nur bei lauwarmem Wasser.
9. Habe mich heute auch schon mit Baby-Brei eingedeckt und zahlreichen anderen, hoffentlich leicht essbaren, Nahrungsmitteln.
10. Ich ersehne Tag x herbei, wenn endlich die Schmerzen weniger werden.

Vielen Dank für das Erstellen dieser Seite! Sie ist sehr gut geschrieben und man kann sich Trost abholen (auch durch die ganzen Leserkommentare).

Leserfrage zur Nachblutungsgefahr

von | Allgemein | 2 Kommentare

Über das Kontaktformular erreichte mich die Frage, ob es wohl möglich sei, 10 Tage nach der OP an einer Feier mit Lagerfeuer teilzunehmen. Wärme weitet die Gefäße und so war die Sorge, dass dies zu Nachblutungen führen könnte.
Da auf meine Antwort-Mail eine Fehlermeldung kam, wiederhole ich die Antwort hier als Beitrag:
Nun, zunächst kann man vor einer OP nie mit Sicherheit sagen, wie man sich 10 Tag danach fühlen wird. Was geht, muss man spontan entscheiden und vom individuellen Gesundheitszustand – der Tagesform – abhängig machen. Ich war 10 Tage nach meiner ersten OP ja auch unerwartet wieder im Krankenhaus und hatte gerade die Nach-OP hinter mir…
Als Rat lässt sich aber sagen, dass der Rauch des Lagerfeuers mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit unangenehm sein wird und an der Wunder „kratzen“ wird. Ein starker Hustenreiz ist ohne Frage höchst unangenehm und auch ein Risiko für die Wunde. Ob auch die Wärme des Feuers eine erhöhte Nachblutungsgefahr darstellt, kann ich schwer einschätzen und hängt vermutlich von der Nähe zum Feuer ab und wie lange man sich dem aussetzt.
Elementar ist aber die Regel, dass man ohne Verzögerung HNO-spezifisch versorgt werden muss, wenn doch etwas passieren sollte – was ja auch unabhängig vom Lagerfeuer passieren kann (wenngleich dies 10 Tage nach der OP vergleichsweise unwahrscheinlich ist). Dennoch fallen die 10 Tage in den 3-Wochen-Zeitraum, in dem eine kurzfristige Erreichbarkeit (20 Minuten!) einer HNO-Stadion unbedingt sichergestellt sein muss.
Fazit zu dieser Leserfrage: Bei aller Vorfreude auf eine solche Feier immer vom aktuellen Befinden abhängig machen, lieber in den sauren Apfel beißen und keine Risiken eingehen und unbedingt die genannten Grundregeln beachten.

Erfahrungsberichte

von | Allgemein | 15 Kommentare

Über das Kontaktformular erreichte mich kürzlich der Erfahrungsbericht eines Lesers, der bei seiner Mandel-OP ähnlich alt und krankenhauserfahren war, wie ich dies bei meiner Tonsillektomie war. Auch bei ihm ist der Eingriff und die Heilung gut verlaufen – die befürchtete Nachblutung blieb aus.
Ein paar Tipps, wie er die Zeit nach der OP gemeistert hat, möchte ich hier gerne weitergeben:

  • Für die Speichelproduktion half regelmäßiges Kaugummi kauen. So lässt sich wohl ein trockener Mund vermeiden. Für mich klingt das einleuchtend. Ein weiterer Trick war für ihn am Abend eine Panthenol-Tablette auf der Zunge zergehen zu lassen, um ebenfalls das Austrocknen über Nacht zu verhindern.
  • Ein weiterer Tipp für die Nacht: Immer mit leicht erhöhtem Oberkörper schlafen. Dies kann ich selbst bestätigen, da es zudem auch ein guter Erkennungsschutz im Falle einer Blutung ist.
  • Damit die Kalorienaufnahme gelingt, hat er dem Tee Honig beigemischt – und sehr viel Tee getrunken.
  • Voltaren Dispers war auch bei ihm das zentrale Schmerzmittel. Wie auf der entsprechenden Seite Schmerzen geschrieben, gibt es noch eine Vielzahl von weiteren Mitteln. Anstatt Novalgin war es bei ihm „für zwischendurch“ Tilidin, da dies in seinem Fall wohl besser verträglich war.

Ansonsten war auch bei ihm der Heilungsverlauf klassisch. Für mich bestätigt sich durch diese Rückmeldung und die Berichte Anderer, dass der Verlauf tatsächlich immer mehr oder weniger wie beschrieben abläuft.

Die gute Nachricht ist also, dass man sich darauf im Vorfeld einstellen kann und weiß, dass es nach x Tagen, den plötzlich auftretenden Ohrenschmerzen, dann aber auch dem „Plötzlich-deutlich-besser-Tag“, sehr schnell wieder besser wird.
Lieben Dank für diese freundliche Rückmeldung nach Süddeutschland und an alle Leser: schicken Sie mir gerne Ihren Erfahrungsbericht, damit die Seite weiter ausgebaut und feinjustiert werden kann. Diverse weitere Erfahrungsberichte finden sich in den Kommentaren zu diesem Beitrag.

Internet-Recherche

von | Allgemein | Keine Kommentare

Sie wollen mehr zur Tonsillektomie wissen und recherchieren dazu im Internet? Unbedingt!

Aber eine wichtige Lehre nach unzähligen Horrorgeschichten aus dem Internet zur Mandelentfernung lautet: Lassen Sie sich von den Suchergebnissen nicht abschrecken, denn die normalen Verläufe finden nur selten ihren Weg ins Netz – die Problemfälle hingegen schon, obwohl diese deutlich seltener vorkommen. Machen Sie sich daher bewusst, dass die Chance für einen reibungslosen Verlauf viel höher ist, als die Webseiten meinen lassen.

Ein paar Tipps zur Internet-Recherche:

  • Googlen Sie unbedingt mit verschiedenen Suchbegriffen. Je nachdem ob Sie Mandelentfernung, Mandel-Entfernung, Mandeloperation, Mandel-Operation, Tonsillektomie, Mandel-OP, … eingeben, werden Sie vollkommen unterschiedliche Treffer bekommen. Bei speziellen Fragen, bietet es sich an, dass Sie die Suchbegriffe (z.B. Mandelentfernung UND Dauer) kombinieren.
  • Häufig haben HNO-Ärzte oder HNO-Kliniken kurze Patienteninformationen zur Mandelentfernung auf ihrer Webseite. Einige dieser Websites tauchen bei Google zwar weit oben auf – bieten aber nur spärliche Informationen
  • Spannend finde ich, dass man sogar auf Kochrezept-Plattformen (z.B. Chefkoch.de) speziell nach Gerichten suchen kann, die sich nach einer Mandeloperation gut eignen
  • Wikipedia bietet einen recht kurzen Abriss, fokussiert aber eher auf die medizinische Seite (Vorsicht: mit teilweise wahrlich fiesen Bildern)

Viel Erfolg beim Recherchieren und besten Dank dafür, dass www.mandel-entfernung.de bei Google inzwischen weit oben auf Seite 1 auftaucht :-)

Operation – ja oder nein?

von | Allgemein | 2 Kommentare

Früher war die Mandel-OP nahezu ein Standardeingriff im Alter von etwa 4 bis 8 und wurde fast schon präventiv und teils ohne medizinische Notwendigkeit durchgeführt. Inzwischen ist man damit deutlich zurückhaltender – vermutlich auch aus guten Gründen. Denn der Eingriff erfolgt immer unter Vollnarkose, zudem an einer denkbar ungünstigen Stelle und birgt vor allem in der Heilungsphase Risiken. Zwar sind die Risiken für Kinder geringer als dies für Erwachsene gilt (siehe Kapitel „Risiken Blutung“), aber ein hinreichende Grund für eine vorsorgliche Operation ganz ohne Indikation ist dies auch im Kindesalter nicht.
Die Entscheidung, ob die Operation vorgenommen wird, sollten Sie daher intensiv mit Ihrem HNO-Arzt besprechen und durchaus auch weitere Fachmeinungen einholen. Indikationen für eine OP können dabei sein:

  • Anzahl an signifikanten Mandelentzündungen pro Jahr
  • Regelmäßigkeit der Mandelentzündungen über die letzten Jahre
  • Zustand der Mandeln / Grad der Zerklüftung (Mein Arzt sprach beim Anblick der Mandeln von „gelandeten Asteroiden“)

Ganz wichtig: Diese Webseite ist keine fachmedizinische Seite, die gar eine Konsultation mit Ihrem Arzt ersetzten könnte. Vielmehr sollen Ihnen die bereitgestellten Informationen bei der Vorbereitung auf die OP und dann vor allem bei der Nachsorge zuhause helfen, wenn die Entscheidung für die Mandelentfernung bereits getroffen wurde. Und diese Entscheidung obliegt immer Ihnen und den Medizinern. Also – sprechen Sie vor diesem Schritt intensiv mit Ihrem Arzt und im Zweifel auch mit Ihrem Apotheker ;)

Über diese Webseite

von | Allgemein | Ein Kommentar

Diese private Webseite ist seit März 2015 als Version 1.0 online. Eine inhaltliche Überarbeitung erfolgt sukzessive – gleiches gilt für die Beseitigung der Tippfehler ;-) Durch Ihre Rückmeldungen über das Kontaktformular möchte ich die Webseite weiter ausbauen und die Inhalte schärfen. Daher freue ich mich über Rückmeldungen, Hinweise und natürlich Ihre Erfahrungsberichte.

Schreiben Sie mir beispielsweise mit welchen Lebensmitteln Sie besonders gute Erfahrungen gemacht haben und ich füge dies gerne in die Rubrik „Essen“ ein. Ihren Erfahrungsbericht veröffentliche ich gerne nach Rücksprache und Abstimmung hier in der Rubrik „Beiträge“.

Vielen Dank für Ihre Mitwirkung bei diesem Projekt. Ich freue mich auf Version 2.0 :-)