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Neue Erfahrungsberichte

von | Allgemein | 18 Kommentare

Alle Erfahrungsberichte kommen direkt von Leserinnen und Lesern der Seite und sollen meine Sicht ergänzen. Ich stelle in unregelmäßigen Abständen die Rückmeldungen aus dem Kontaktformular online, weshalb ich mich über weitere Einsendungen freue. Viel Spaß bei der Lektüre :-)

Weitere Erfahrungsberichte sind hier zu finden.

 

Erfahrungsbericht 1:

Vielen Dank für Ihre aufklärende Seite, die mir die Angst vor der Operation nahm.  Zunächst wollte ich nicht „Doktor Google“ bemühen, aber ich fühlte mich, wie auch Sie,  unvorbereitet und die Aussagen von anderen Krankenhauserfahrenden empfand ich eher als „stell‘ dich nicht so an“. Dank Ihren Schilderungen weiß ich, was es mit den Nachblutungen auf sich hat, was ich vorbereiten kann, und worauf ich sonst zu achten habe.  Es gibt nichts Schlimmeres als nicht mal erahnen zu können, worauf man sich einlässt. Tatsächlich wird der Begriff der Nachblutung nur in den Raum geworfen und nicht viel dazu gesagt. Generell wird sehr viel allgemein gehalten.

Gerne schildere ich Ihnen meine Erfahrung als Frau und Mutter:

Im Grunde war es in etwa so ähnlich wie von Ihnen geschildert, nur bei mir hat man im Krankenhaus darauf bestanden keine Schonkost (die harten Brotkrusten musste ich unbedingt essen) und vor allem nicht zu gründlich zu kauen. Das war bei mir anscheinend genau richtig. Ich hatte keine Probleme mit Blutungen oder so etwas in der Richtung. Die Kruste war schnell weg und es ist alles optimal geheilt und ich habe keine Probleme gehabt, trotz husten, Erkältung und ab und zu fest hängenden Tabletten. Ich hatte nur in der zweiten Woche sehr starke Schmerzen trotz Schmerzmitteln, aber das musste ich aushalten, weil eine höhere Dosierung zum Pulsaussetzen geführt hätte. In dieser  Zeit waren die Eiskrawatten sehr, sehr hilfreich. Zudem hatte ich in den vier Wochen eine belegte Stimme vom Intubieren und noch öfters ein Überlaufen der Nase, wenn ich große Schlucke getrunken habe. Und das mit den Haaren war mir in den drei Wochen herzlich egal. Das allgemeine Schwächegefühl hatte ich allerdings keinen Tag, mir ging es nach der Operation bereits sehr gut. Insgesamt war das Schwierigste sich zu auszuruhen, weil das mit einem Kleinkind zu Hause kaum möglich ist.

Heute, drei Monate danach, gehts mir gut und ich habe auch kein Problem mit dem Verschlucken oder merke irgendetwas davon. Und ich persönlich würde eine Chefarztbehandlung empfehlen, wenn dieser noch praktiziert. Bei mir war er eine „Koryphäe“ auf diesem Gebiet und das Operationsergebnis wurde ausgiebig gelobt.

 

Erfahrungsbericht 2:

Eines vorweg: Danke für die von Ihnen erstellte Homepage! Sie war und ist eine große erste Hilfe nach meiner Mandel-OP.

Ich bin Ende 30 und somit war wahrscheinlich das Schmerzempfinden bei mir in den ersten zwei Wochen relativ hoch im Vergleich zu meinen Zimmergenossinnen im Alter von 23 bzw. 26: ich habe bis zum 12. Tag  Schmerzmittel genommen, auch wenn die letzten zwei Tage „nur“ noch zwei Mal täglich (v.a. abends) 600 Iboprofen.
Danach war ich stolz, endlich im „Club der Schmerzmittelfreien“ angekommen zu sein.
Heute ist der 20. Tag und es ist immer noch so, dass ich abends beim Schlucken und nach vielem Reden einen Kloß spüre bzw. noch leichte Schmerzen an den Seiten gern bekomme. Zudem geht das Gähnen nur sehr beschränkt, was ein Fortschritt ist. Ein Gähnen war die ersten 2 Wochen aufgrund der Schmerzen absolut nicht möglich.

 

Erfahrungsbericht 3:

Ich habe meine Mandeln vergangenen Donnerstag entfernt bekommen und wurde bereits am Sonntag entlassen.
Die Schmerzen verhalten sich so, wie Sie es beschrieben haben. Manchmal nur gering, aber oft auch sehr stark und ohne Schmerzmittel kaum zu ertragen.

Was mir noch gefallen würde, wäre eine Auflistung was man so als Medikation bekommt, da ich immer sehr skeptisch gegenüber Medikamenten bin und gerne vergleiche was andere Patienten für Medikamente bekommen haben.

Diese habe ich bekommen:

4 * am Tag Schmerzmittel: Voltaren Dispers 46,5mg Wirkstoff Diclofenac
2 * am Tag einen „Magenschoner“: Omeprazol
Morgends und Abends ein Antibiotikum: Metronidazol 400mg
(Die Einnahme von Antibiotika ist wohl optional wurde mir gesagt, beugt jedoch Entzündungen vor. Auch hätte man dann nich so starken Mundgeruch, wie oft im Internet von anderen Patienten beschrieben)

Die Höchstdosis an Diclofenac ist laut Beipack auf 150mg begrenzt. Sowohl im Krankenhaus als auch mein Artzt hat mir die Einnahme von maximal 4 Tabletten empfohlen. Sollte die Dosis immer noch nicht ausreichen, könnte ich ein anderens Schmerzmittel nehmen: Novaminsulfon (Ibuprofen sei ungeeignet).

Vielen Dank für diese sehr informative, sehr verständlich geschriebene Seite!

 

Erfahrungsbericht 4:

Guten Abend, ich habe Ihren Erfahrungen sehr aufmerksam gelesen und mir diverse Tipps geholt. So bin ich dann letzte Woche Dienstag ins Krankenhaus und habe mir die Mandeln entfernen lassen. Heute an Tag 10 nach der OP ist ein erstes Resümee möglich. Mein persönlicher „Schmerzverlauf“ war etwas anders. Bereits an Tag 2 gesellten sich zu den Halsschmerzen auch erstmals Ohrenschmerzen. Beides nahm an Tag 3 mächtig zu und erschwerten bis einschließlich Tag 6 jedes essen, trinken und sprechen. Eine spürbare Besserung stellte sich erst mit Tag 8 ein. Leider habe ich einen Teil der Schmerzmittel nicht gut vertragen, habe es jedoch auch versäumt, noch eindringlicher nach Magenmitteln zu verlangen. Hier ist einfach energisches Nachfragen wichtig, um seinen persönlichen Weg zu finden. Dennoch habe ich von Tag 0 an versucht zu essen und möglichst viel zu trinken. Beides hat sehr zum Heilungsprozess beigetragen. Zum Thema Hygiene ist meine Erfahrung, dass man ruhig von Anfang an Zähne putzen kann. Ich habe es getan, mit besonderer Vorsicht natürlich, und es hat gut funktioniert. Auch war ich an Tag 8 beim Friseur-auch ohne Komplikationen…
Vielen Dank noch einmal für Ihre sehr hilfreiche Seite!

 

Erfahrungbericht 5: 

Ich habe alle Erfahrungsberichte gelesen und finde es schon fast beängstigend wie viele Parallelen sich auftun.

Ich habe ziemlich genau eine Woche geschafft, seit dem die Mandeln raus sind. Meine Zunge und mein Zäpfchen sind extrem geschwollen von der OP. Mein Zäpfchen war so angeschwollen, dass es dauerhaft meine Zunge berührte. Wie man sich vorstellen kann, ist das äußerst unangenehm, weil man einen ständigen Hustenreiz hat. War deine Zunge nicht geschwollen? Da ich darüber nichts gelesen habe. Ich hoffe das sich dass bald normalisiert. Da sie so dick ist, dass sie eigentlich nicht in meinen Unterkiefer passt und man beim Herausstrecken die Zahnabdrücke sieht. Ich hoffe einfach, dass ich es bald überstanden habe.

Die Seite ist super. Hätte ich schon vorher finden und lesen sollen. Die Übersicht der Speisen gefällt mir auch besonders gut.

 

Erfahrungbericht 6:

Ich möchte mich als Erstes für Ihre Seite herzlich bedanken,  die mir Mut und etwas Sicherheit gibt, und auch meine Angst ein wenig dämpft.
Ich stand vor der Entscheidung OP ja oder nein und hatte mich für ein NEIN entschlossen (meine Angst war größer, bin über 5o und hörte je älter, um so grösser die Komplikationen).
Mandelentzündungen hatte ich schon öfters. Es lagen aber immer wieder ein paar Jahre dazwischen, nur seit 2 Jahren bekomme ich sie regelmäßig 1 x im Jahr und nun erfolgte die Schlimmste die ich je hatte, so dass ich zur Notaufnahme musste und mir dort eine „Spaltung“ (Abszess wird aufgeschnitten und mit Eisenzange Inhalt ausgequetscht und dies alles nur unter örtlicher Betäubung) unterziehen musste. Das waren die schlimmsten Schmerzen meines Lebens. Ich lag darauf 6 Tage stationär (zum ersten Mal in meinem Leben).
Nach 3-wöchiger Einnahme von Antibiotika bekam ich alles wieder in den Griff (die Angst vor den Schmerzen blieb), fühlte mich auch wieder fit und konnte (endlich) wieder arbeiten gehen. Genau 1 Woche später bekam ich die nächste Entzündung.
Diesmal ohne langem Warten fuhr ich direkt in HNO, wo ich wieder mit Antibiotika „beglückt“ :-) wurde. Zu einer Wiederholung einer Spaltung kam es Gott sei Dank dadurch nicht. Der Arzt riet mir aber ausdrücklich, doch endlich die Mandeln entfernen zu lassen.
Meine größte Angst sind die Schmerzen und die evtl. entstehende Nachblutung (aufgrund meines Alters) aber nicht die Vollnarkose oder der Krankenhausaufenthalt etc. Ich werde mich operieren lassen, deshalb bereite ich mich schon mal via Internet etwas vor. Dank Ihrer Webseite fühle ich mich nun sicherer was meine Angst betrifft und stehe oder sitze :-) dem Arzt auch nicht mehr ganz so kopflos gegenüber.
Nochmals vielen lieben Dank!!
Bitte halten Sie diese Seite für Ängstliche Menschen wie mich offen!!!!

 

Erfahrungsbericht 7:

Ich hätte Ihre Seite definitiv schon früher lesen sollen. Die ganzen Informationen, die Sie zusammengetragen haben, findet man in der Richtigkeit in keinem anderen Portal (oder gar beim Arzt).
Ich habe vor 6 Tagen meine Mandeln entfernt bekommen und sitze nun heute Abend, am Entlassungstag auf meinem Bett und kann wie so oft nicht einschlafen. Insgesamt erkenne ich mich in Ihren Artikeln wieder, allerdings habe ich auch ein paar andere Erfahrungen gemacht, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.

1. Ich bekam vorher kein Beruhigungsmittel, was mich sehr verwirrte, da meine Zimmernachbarin eines bekam und es mir auch versprochen wurde. Pech gehabt ;-)
2. Meine Narkose wurde durch das Präparat Fentanyl eingeleitet, wodurch ich schon eine mäßige Übelkeit empfand.
3. Bereits im Aufwachraum brauchte ich zweimal eine weitere Dosis Schmerzmittel, beim ersten Mal war es Pethidin (starker Hustenanfall und wiederholt Übelkeit), beim nächsten Mal direkt 1g Novalgin. Ich kann nur sagen, es ist nicht gut, wenn man aus dem medizinischen Bereich kommt und seine Vitalwerte analysieren kann und sich somit selbst überwacht ;-)
4. Die Übelkeit rächt sich und ein paar Stunden später am Abend musste ich mich mehrmals übergeben, an Essen war nicht zu denken. Nach meinem ersten (begleiteten) Toilettengang musste ich mich eine geschlagene Stunde ausruhen! Ich bin dann in einen ruhigen Schlaf gefallen.
5. An Tag 1 und 2 nach der OP ging es mir erstaunlich gut, ich war richtig stolz auf mich, ein ganzes Toast zu schaffen! Über die Zeit wollen wir jetzt mal nicht reden, schließlich zählen ja die Ergebnisse, nicht wahr?
6. Wie von Ihnen bereits geschrieben ging es ab Tag 3 bergab. Ich schaffte morgens wie abends lediglich ein halbes Toast mehr und fühlte mich richtig schlapp und k.o.. Ich war sehr dankbar, dass mein Besuch dafür Verständnis hatte und schnell wieder weg war. Ich blieb fast die ganze Zeit im Bett und auch die Gespräche zu meiner Zimmernachbarin gestalteten sich immer kürzer, meist redeten wir erst zum Mittagessen wieder. Die Ohrenschmerzen setzten zudem mit einer Heftigkeit ein, von der ich geschockt war/bin.
7. Heute, am fünften Tag nach der OP sind die Halsschmerzen immer noch sehr schlimm, wechseln sich aber von der Stärke mit den Ohrenschmerzen ab. Ich habe Novalgin und Voltaren verschrieben bekommen und bin sehr froh, dass ich noch Ibuprofen zuhause habe. Ich scheue mich nicht mehr davor, sie einzunehmen, bevor mir wieder eine durch Schmerzen bereitete schlaflose Nacht bevorsteht.
8. Ich durfte direkt ab Tag 1 normal duschen und Zähne putzen! Natürlich nur bei lauwarmem Wasser.
9. Habe mich heute auch schon mit Baby-Brei eingedeckt und zahlreichen anderen, hoffentlich leicht essbaren, Nahrungsmitteln.
10. Ich ersehne Tag x herbei, wenn endlich die Schmerzen weniger werden.

Vielen Dank für das Erstellen dieser Seite! Sie ist sehr gut geschrieben und man kann sich Trost abholen (auch durch die ganzen Leserkommentare).